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Gedichte

Über uns

Kurze Gedichte

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  • Schnell wie der Wind

    Schneller als Hexen auf ihrem Besen - sind dort nicht Häuser und Straßen gewesen?
    Sieh, auf der Weide, da grasen Pferde!
    Zwei, drei, vier, fünf-eine ganze Herde.
    Flüsse und Seen, Hügel und Wälder,
    Ebenen, Dörfer, Kirchen und Felder.
    Paß nur gut auf-jeden Augenblick
    kommt ein Bahnhof-schon liegt er zurück.
    Links geht ein Junge, der sammelt Beeren,
    rechts schwingen im Winde die Weizenähren.
    Hier winkt dir ein Mädchen fröhlich zu,
    dort rastet ein Schäfer zur Mittagsruh.
    Sieh mal den Wagen mit dem Traktor davor,
    mit Heu hoch beladen paßt er nicht durchs Tor.
    Schau, wie am Teich das Mühlrad sich dreht.
    Vorüber, vorbei, wie vom Winde verweht.

    Bewertung: +++++

    eingetragen von Windschatten am 18.09.2010

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  • Der kleine Unterschied

    Warum sind ledige Frauen schlank und schick
    und die Ehefrauen oftmals rund und dick?

    Eine Ledige, sie lebt allein,
    kauft das Nötigste für sich nur ein,
    ihren Appetit regt niemand an,
    deshalb isst sie auch nur dann und wann.
    Wenn ihr Körper nachts was Scharfes will,
    macht sie ihren Kühlschrank auf, ganz still,
    doch nur alter Käse liegt dort rum,
    auch die dünne Wurst ist ihr zu dumm,
    nichts dabei, was sie verführen könnt,
    etwas, das sich Frau des Nachts gern gönnt,
    gar nichts reizvolles, das sie gern hätt,
    unbefriedigt geht sie dann zu Bett.

    Bei der Ehefrau sieht´s anders aus,
    sie pflegt sich, isst, trinkt und sitzt zu Haus,
    der Ehegatte schuftet sich halb tot,
    sorgt für Kleidung, Fleisch und frisches Brot.
    Wenn sie nachts von ihrem Mann was will,
    hört sie wie er schnarcht - und geht ganz still,
    den Ersatz sucht sie im Kühlschrank dann,
    schlingt in sich hinein, so viel sie kann,
    Süssigkeiten nimmt sie mit ins Bett,
    so als Trostpflaster sind die ganz nett,
    Kalorienbomben mag sie gern,
    und bleibt mehr und mehr dem Gatten fern.

    Weshalb also, sind Ehefrauen oftmals rund ?
    Sie leben schließlich - von der Hand in den Mund !

    Bewertung: +++++

    eingetragen von horst rehmann am 17.09.2010

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  • Wer

    Wer Dich grundsätzlich nicht akzeptiert,
    wie Du bist,
    ist der,
    der Dir nie ein wahrer Freund ist.

    Bewertung: +++++

    eingetragen von ...... am 17.09.2010

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  • Die Deutschlandlena

    Sie nimmt nichts ernst und liebt die Blödelei –
    sie sei der Deutschen neue Loreley!
    Was war das für ein schönes Freudenfest –
    gewann die Lena doch den Song Contest!
    Sie kam und sah und siegte ohne Kampf –
    jetzt wissen wir’s: Es geht auch ohne Krampf.
    Sie war zwar nicht so fromm wie einst Nicole
    und ihr Gesang war nicht besonders toll;
    jedoch so schrecklich fröhlich, frisch und frei
    war da ihr hübscher Frühlingssong im Mai.
    Sie hätt den Sieg auch dann errungen,
    hätt sie ein Lied auf Deutsch gesungen.
    Es hätt genauso uns ergriffen,
    hätt sie ganz keck nur süß gepfiffen.
    Der Ernst des Lebens scheint ihr nichtig,
    der Spaß nur ist dem Mädchen wichtig.
    Sie ist der Ausdruck neuer Jugend,
    vergessen sei verstaubte Tugend!
    Es lebe hoch das Kindchenschema,
    wir alle lieben Deutschlandlena!

    Lena Meyer-Landrut (geboren 1991) errang den zweiten Sieg für Deutschland beim Eurovision Song Contest in der norwegischen Hauptstadt Oslo am 29. Mai 2010 mit dem englischsprachigen Titel »Satellite«. Den ersten Sieg für Deutschland holte 1982 Nicole (geboren 1964) in Harrogate (England) mit dem pazifistischen Titel »Ein bisschen Frieden«.

    Bewertung: +++++

    eingetragen von Arne Arotnow am 15.09.2010

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  • Die Wespe

    Am Sonntagnachmittag sitz ich allein,
    bei Kaffee und Zwetschgenkuchen,
    und wie könnte es auch anders sein,
    kommt eine Wespe mich besuchen.

    Frech, wie dies Insekt nun einmal ist,
    landet sie gezielt am Kuchenrand,
    legt sogleich die Flügel an und frißt,
    flüchtet nicht einmal vor meiner Hand.

    Auch die Kuchengabel stört sie nicht,
    nur lautes Summen ist zu hören,
    Zwetschgenkuchen ist ihr Leibgericht,
    und dabei lässt sie sich nicht stören.

    Doch ruck zuck ist es mir gelungen,
    mit einem Glas sie einzufangen,
    jetzt kann ich frei und ungezwungen,
    wieder zum Zwetschgenkuchen langen.

    Die Wespe darf nun wieder starten,
    krabbelt aus dem kleinen Glas im Nu,
    auch ich will nicht mehr länger warten,
    trinke meinen Kaffee – ganz in Ruh.

    Bewertung: +++++

    eingetragen von horst rehmann am 14.09.2010

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  • Ein Traum (Vögelein)

    Ich bin ein kleines Vögelein
    und fliege leise durch den Wind.
    Ich möchte gar nichts andres sein –
    so hat mir’s Schicksal halt bestimmt.
    Die Winde mögen sanft mich wiegen
    und lassen mich von selbst gar fliegen.
    Ich sehe Wiesen, Wälder, Bäume
    und flieg im Rauschen meiner Träume.
    Mein Herz ist leicht und lässt mich schweben.
    Ich brauche nur die LUFT zum Leben.
    Ich habe niemals schlimme Sorgen
    und lass mich schaukeln von den Mächten.
    Ich schlafe auf dem Wind in dunklen Nächten
    und kenn kein Gestern und kein Morgen.
    Ich rase ohne Zeit durch Sphären,
    als weilte vor mir nur die Ewigkeit,
    als wenn’s nur Augenblicke wären
    in einer tiefen, dunklen Einsamkeit.
    Ich bin ein kleines Vögelein
    und schlafe auf dem Wind.
    Nichts andres darf ich sein –
    so hat mir’s Schicksal halt bestimmt.

    Bewertung: +++++

    eingetragen von Arne Arotnow am 13.09.2010

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  • Allein

    Allein will ich nicht sein.
    Bin es aber dennoch?
    Bin ich allein weil ich nicht Liebe,nicht Lebe?
    Nein! Allein ist nur der,der nicht weiß wer er ist.
    Ich bin nicht allein.
    Ich habe Mich.
    Mich ganz Allein!

    Bewertung: ++++|

    eingetragen von Lou Lou... am 12.09.2010

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  • Engel

    Jeder Garten ist nicht Eden:
    Jedes Glas ist nicht voll Wein,
    aber jeder kann für jeden
    jederzeit ein Engel sein.

    Bewertung: +++++

    eingetragen von Pieps am 11.09.2010

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  • Sommer in Erinnerung

    Bunte Blumen vergehen
    es wird grau und kalt
    der wind weht

    starker Regen
    Blumen gießen überflüssig
    kälte kommt durch die Tür

    Zuhause im warmen
    ich schließe das Fenster
    und trinke Tee

    Der November ist da
    ich zieh mich warm an
    und drehe die Heizung voll auf

    Kastanien auf der Erde
    die Blätter die fallen
    Menschen werden nass

    spielende Kinder gehen Heim
    überall Regenschirm
    und viele leere Gesichter

    Bewertung: +++++

    eingetragen von Franziska B 8d Frau Hann. am 08.09.2010

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  • Die Frage nach der Frage?

    Nach der Nacht kommt der Tage-
    Was wollt ihr, dass ich sage?
    Etwa, dass ich mich nicht wage,
    Zu stellen diese eine Frage?

    Lasst mich sagen, die Lieb´ ist rein,
    Das Herz ist bunt; wie soll´s sonst auch sein?
    Nach längeren Gedanken fällt´s mir ein:
    Ihr habt recht, ich sage nein.

    Ich trau mich nicht, zu fragen
    Und auch sonst weiter nichts zu sagen,
    Aber bevor ihr mich werdet anklagen-
    Würdet ihr etwas zu fragen wagen?

    Bewertung: +++++

    eingetragen von Jenova1009 - yagami_light1@gmx.de am 05.09.2010

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