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Herbsttag
Herr: es ist Zeit. Der Sommer war sehr groß.
Leg deinen Schatten auf die Sonnenuhren,
und auf den Fluren laß die Winde los.
Befiehl den letzten Früchten voll zu sein;
gieb ihnen noch zwei südlichere Tage,
dränge sie zur Vollendung hin und jage
die letzte Süße in den schweren Wein.
Wer jetzt kein Haus hat, baut sich keines mehr.
Wer jetzt allein ist, wird es lange bleiben,
wird wachen, lesen, lange Briefe schreiben
und wird in den Alleen hin und her
unruhig wandern, wenn die Blätter treiben.Bewertung: 




eingetragen von von R. M. Rilke am 18.11.2008
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Eichenblatt
Im Treppenhaus ein Eichenblatt
krümmt sich hat das Leben satt
ist ins Haus geflüchtet
wo es sein Ende verrichtet
Während draußen der Sturm bläst
will es dass es schnell verwest.
Immer stärker krümmt sein Rücken
mit Krach wirds ein Fuß zerdrücken
Dem es niemals widersteht
wenn im Flur das Licht ausgeht
Denn nachdems hineingestoben
hat es keiner aufgehoben
Bewertung: 




eingetragen von jeito am 10.11.2008
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Gedeckt
Die Straßen sind gedeckt wie Tische
mit rostgelbem Laub geschmückt
Langsame Schritte wählerische
bedenken ob ihr Leben geglückt
Sind die Wonnen wirklich bereitet
lässt das Haus die Wärme zu
Wer all diese Fragen bestreitet
den lässt der Herbst noch nicht in Ruh
Bewertung: 




eingetragen von wortmasseur am 08.11.2008
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Ein Blatt
Fällt mir in die Hand
was will es damit
sagen
frage ich mich
find keine Anwort
sag hier wie
es war
niemand sagte es
mir aber
ich deutete es als Zeichen
zu reden über
Abtrünnige Ausgestoßene
der BäumeBewertung: 




eingetragen von jeito am 08.11.2008
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Trauriger Regen
Trauriger Regen
Wie der Regen tropft
Leise auf die Erde Klopft
Auf die schlaffen Blätter fällt
Schwarze Regentinte die Welt entstellt.
Er langsam durch die Dunkelheit fließt
Voller Leid bedeckt die schwarze Front die Nacht,
schwaches Licht entfacht
Wie eine Kerze die erlischt
Und die Tränen verwischt.
Die Wolkenwand zerfällt
Von dem traurigen Regen der lustlos die Welt entstellt
Ein dunkles Lied erklingt,
nichts mehr lacht und singt.
Bewertung: 




eingetragen von rosi am 04.11.2008
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Winterfahrt
Schlitten vom haus steig ein kleine Maus.Zwei Kätzchen dafor so gehts durch das Tor,
Zwei Kätzchen dahinter so gehts in den Winter.
hinein ins Feld,wie weiß ist die Welt!
Auf einmal oje kleine maus liegt im Schnee,
kleine Maus liegt im graben wer will sie haben?
Schlitten vom Haus wo blieb kleine Maus?
Zwei Kätzchen Miaun die wissens genau!
Hat nicht still gesessen da haben wir sie gefressen!!Bewertung: 




eingetragen am 26.10.2008
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herbstliche stimmung
der wind peitscht mir schroff ins gesicht, mir läuft ein schauer über den rücken aber ich fürchte mich nicht.
blätter wirbeln hier und da, kein baum steht mehr völlig starr.
sie biegen sich im wiegenliede des windes
-des himmlischen kindes.
er blässt und rasst und ich fühl mich frei, meine sorgen wegen dir sind mir fast schon einerlei.
der wind umgibt mich mit seinem tosenden sturm.
ich stehe da und genieße ihn, genieße die vereinzelten tropfen die vom grauen himme fallen, und die windböen sich krallen.
bin ganz versunken, in mir ertrunken.
denke an dich un gleichzeitig an mich
-denke an uns und weis:
wir sind wie 2 puzzleteile, auch wenn wir bisweilen mit uns spielen wie der wind mit den blättern, würden wir doch nie ohne den anderen können,
wir vertrauen uns so sehr, mehr geht da gar nicht mehr.
in jeder beziehung gibts mal nen herbst und dann den kalten winter, aba dann kommt der frühling gefolgt vom wärmenden sommer.
also lass uns nicht verzagen und einfach unsre herzen frage, damit wir die welt genießen und uns keine sorgen plagen.
ich liebe dich = *Bewertung: 




eingetragen am 19.10.2008
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Welke Blätter
Plötzlich hallt mein Schritt nicht mehr,
sondern rauscht leise,
leise, wie die tränenvolle Weise,
die ich sing vor Sehnsucht schwer.
Unter meinen müden Beinen,
die ich hebe wie im Traum,
liegen tot und voll vom Weinen,
Blätter von dem großen Baum.
Selma Meerbaum-Eisinger * 15.08.1924
+ 16.12.1942Bewertung: 




eingetragen von kapdergh am 15.10.2008
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herbstmorgen
Die Bäume haben bunte Farben,
das Laub fällt langsam ab,
am Morgen schleicht der Nebel über die Felder,
die Sonnenblumen verwelken langsam,
und der Sommer geht vorüberBewertung: 




eingetragen von jenny am 15.10.2008
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Herbsttag
Herbsttag
von Rainer Maria Rilke
HERR:es ist Zeit.Der Sommer war sehr lang.
Leg dein Schatten auf die Sonnenuhren,
und auf den Fluren lass die Winde los.
Befiehl den letzten Füchten voll zu sein;
gib ihnen noch zwei südlichere Tage,
dränge sie zur Vollendung hin und jage
die letzten Süße in den schweren Wein.
Wer jetzt kein Haus hat,baut sich keines mehr,
wer jetzt alleine ist,wird es lange bleiben
wir wachen,lesen,lange Briefe schreiben,
und in den Alleen hin un her
unruhug wander,wenn die Blätter treiben.
Bewertung: 




eingetragen am 07.10.2008
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