Nörvenich
Allgemeine Informationen
Bahnhofstr. 25
52388 Nörvenich
Tel. (02426) 101-0
Fax. (02426) 10137
Stand January 2007
Infos zur Stadt
Schon zwischen den beiden Weltkriegen begann der Wandel der Dörfer von einer rein landwirtschaftlichen Struktur zu Wohngemeinden für Pendler. Dieser Prozess setzte verstärkt Mitte der 50er Jahre ein. Waren schon nach dem Ersten Weltkrieg zahlreiche Bürger der östlichen Dörfer bei den Rheinischen Braunkohlenwerken in den Tagebaubetrieben beschäftigt, drängten viele Bewohner mit der zunehmenden Verbesserung der Verkehrsverhältnisse, nicht zuletzt auch aufgrund der umwälzenden Umstrukturierungen in der Landwirtschaft, in die Industriebetriebe der nahen Städte. Anfang der 50er Jahre begann die englische Royal Airforce im Nörvenicher Wald mit dem Bau eines Flugplatzes, auf dem heute über 1.000 Zivilbedienstete ihren Arbeitsplatz gefunden haben. Um 1400 erbaute der Amtmann Wilhelm von Vlatten den wehrhaften Palast der wasserumwehrten Gymnicher Burg - seit 1981 Schloss Nörvenich - genannten Burg am Ortsrand von Nörvenich. Die Harff´sche Burg ist seit 1880 unbewohnt. Seitdem stürzte die Ruine immer weiter ein. 1904 stürzten große Teile des Daches ein, 1909 die Staffelgiebel, 1933 waren alle Dach- und Giebelteile verschwunden. 1935 wurde eine Renovierung des Erkers vorgenommen, und 1938 versuchte man, Sicherungsmaßnahmen am Mauerwerk und am Treppenturm vorzunehmen, die jedoch wegen des Baus des Westwalls nie zum Abschluss gebracht wurden. Die Alte Burg im Wald bei Nörvenich ist eine Burgruine. Die Reste der Burg liegen etwa 500 m nördlich von Nörvenich am Steilhang des Neffelbach, einer tektonische Setzung. Bei der Burganlage handelt es sich um eine sog.Grossmotte. Die Hauptburg war in Stein ausgebaut und muss noch im 13.Jahrhundert bewohnt gewesen sein. Die Burg war etwa 60 mal 35 m groß. Ein etwa 25 bis 30 m breiter und 10 m tiefer Graben trennte die hufeisenförmig vorgelagerte Vorburg von der Hauptburg. Die Vorburg mit ihren 6-8 m breiten Wällen und Gräben lag 5 m tiefer als die Hauptburg. In der längsten Ausdehnung maß die Vorburg etwa 100 m, vor dem Hauptburggraben in der Breite rund 90 m, in der Mitte rund 70 m. Heute sind nur noch einige Mauerreste vorhanden.
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